Die Luft steht weiß in der Straße. Großmutter stirbt weit weg von hier, auch in Gedanken entfernt. Ich nehme die letzten Schritte, die Gehwegplatten knirschen, reiben aneinander. Im Treppenhaus ist es kühl. Ich öffne die Tür, ich wusste ja, sie sind da. Vater sitzt schwer am Küchentisch. Seine Gedanken so groß, dass es das Licht vor meinen Augen bleicht. Ihm drückt es die
Schultern nach unten, ich kann es deutlich sehen. Er wartet auf mich, dass ich etwas sage, etwas tue, ich wusste nur nie die Worte, weiß sie auch jetzt nicht. Mutter sitzt ihm gegenüber, ich rieche seinen säuerlichen Schweiß, Teil meiner Kindheit, rieche die Wurst auf ihrem Brot. Ich ziehe meine Schuhe aus. Ich sage nichts.
Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, dann kann ich nicht guten Gewissens sagen, es geht mir gut. Das ist niemandes Schuld. Ich werde oft still, wenn andere laut sind. An vielen Tagen sind mir andere Menschen unangenehm, weil ich mir selbst schon zu viel bin. Ich kann es ihnen nicht verübeln, wenn sie mich fragen, ob denn alles in Ordnung sei, implizit natürlich "zwischen uns", und ich sage dann auch ja, denn es ist ja in Ordnung zwischen uns, nur eben nicht mit mir. Was bleibt ist Enttäuschung (der anderen) und ein schlechtes Gewissen (meines).
Es ist mein Verhältnis zur Welt eines der Unmündigkeit. Es ist meine
Sicht auf sie die des melancholischen Kinds. In mir wird immer
deutlicher eine langsam ermüdende Wortlosigkeit.
There's no room where I can go and
You've got secrets, too
You've got secrets, too
You want me to scream at your ex-girlfriend
But I wanna be much better than I am
You want me to scream at your ex-boyfriend
But I wanna be, and I don't think I can
But I wanna be much better than I am
You want me to scream at your ex-boyfriend
But I wanna be, and I don't think I can


